Unser Ziel:


Mit dem „Wasserlauf“ erleben wir einen beispielhaften Schulterschluss zwischen den großen Umweltschutzverbänden entlang der Nidda bis nach Frankfurt, Vereinen, Kommunen und Unternehmen entlang der Strecke sowie vielen teilnehmenden Menschen.

Alle zusammen wollen auf die dringend notwendigen Veränderungen in der Wasserversorgung und die besorgniserregende Situation im Vogelsberg und anderen Gewinnungsgebieten in Hessen wie dem Burgwald und dem Ried aufmerksam machen, die vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Trockensommer der letzten 3 Jahre eskaliert ist.

Während der Vogelsberg Frankfurt zu ca. 35% mit Wasser versorgt, hat das wichtige Gewinnungsgebiet inzwischen fast 70% seiner Quellen verloren. In Frankfurt sind mangels von Ergiebigkeit, durch Kontaminationen und Erschließungen immer mehr Brunnen eingestellt worden und die Stadt versorgt sich nur noch zu ca.
20 % selbst.

Das ist besonders unter dem Aspekt, dass bis zu 30% pro Kopf des wertvollen Trinkwassers durch Toilettenspülungen fließt und Frankfurt bis zu 11% jährlich wächst, unhaltbar, vor allem weil die Stadt durch die Auswirkungen des Klimawandels inzwischen über mehr Wasser-vorkommen verfügt als das Gewinnungsgebiet selbst. Für eine zukunftsfähige Wasserversorgung in Frankfurt ist deswegen der Erhalt der eigenen Wasserwerke und der Ausbau von effizienten Brauchwasser- und Zisternenlösungen unumgänglich. Wasser muss für alle da sein. Die Gewinnungsgebiete für die kostbare und wichtigste Ressource müssen geschützt werden.

Die Schutzgemeinschaft Vogelsberg hat seit 1992 in den Fernwassergewinnungsgebieten des Vogelsberges die umweltschonende Grundwassergewinnung durchgesetzt, durch die deren ursprüngliche Fördermenge von 64 Mio. auf heute ca. 42 Mio. /Jahr reduziert werden konnte. 2015 hat die Vogelsberger Bevölkerung mit einer Petition vor dem Hintergrund des Klimawandels den Leitbildprozess für ein neues Wassermanagement im Umweltministerium angestoßen. In dem Leitbild, das 2019 veröffentlicht wurde, werden Maßnahmen für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Wassergewinnung aufgezeigt. Diese reichen auf der Verbrauchsseite von effektiver Wassernutzung mit Betriebswasserlösungen und Zisternen-technologien, wie sie z.B. zukunftsweisend auf dem Frankfurter Flughafen oder am Potsdamer Platz in Berlin umgesetzt werden, bis hin zur Regenwasserrückhaltung und Grundwasser-anreicherung, um schnelle Oberflächenabflüsse zu verhindern.

Wir wollen mit diesem Bündnis erreichen das die im Leitbildprozess für ein neues Wassermanagement des hessischen Umweltministeriums verankerten Ziele politisch verantwortungsvoll umgesetzt werden, sowie die Umsetzung von regenerativen Lösungen in den Kommunen und das Wissen und Lernen für einen zukunftsfähigen Umgang mit Wasser voranbringen.




 
 
 
 
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